In eigener Sache

Wir bauen uns eine Schüler*innenzeitung!

Keiner weiß mehr so genau, wann die letzte Schüler*innenzeitung an unserer Waldorfschule erschien. Über ein paar Ecken habe ich ein Exemplar einer Publikation namens „NANU?“ zugespielt bekommen, das auf den 25.11.89 datiert ist und noch mit Kopierer und Schreibmaschine produziert wurde. Hier verliert sich dann aber auch schon die Spur. Eine Schüler*innenzeitung verstärkt im Idealfall eine Stimme, die im alltäglichen Schulgeschehen oft schnell in Bahnen gelenkt wird. Sie zeigt aktuelle Ausdrucksmittel, weist auf dringende Anliegen hin und kann ein Forum sein, in dem man gleichzeitig gegenseitiges Verständnis und Debattenkultur erprobt. Kurz: Eine lebendige Schüler*innenzeitung ist ein Glücksfall für jede Schule.

Vieles wird leichter, wenn man Anknüpfungspunkte hat. Wir mussten allerdings ganz von vorn anfangen und zusätzlich große Gräben überbrücken: eine verschüttete Historie, die lähmende Corona-Zeit, einen massiven Medienwandel, eine fehlende Infrastruktur. Also haben wir uns in unserer ersten Runde im zweiten Projekttrimester der Oberstufe zunächst auf die Suche nach einer Identität gemacht und eine Richtung in den Blick genommen – wir haben uns gegründet.

Dazu haben wir gemeinsam viele fundamentale Fragen beackert: Wie sollte eine Schüler*innenzeitung 2025 aussehen? Auf welchen Kanälen sollte sie erscheinen? In welchem Gewand? Wer wollen wir sein, wie wollen wir heißen? Teilweise war das auch ein ganz schönes Hin und Her, aber das muss man aushalten, wenn man Neues in die Welt bringen will. Hier sind unsere ersten Ergebnisse: FWSKA! tritt auf – ein geheimnisvoller Name mit einem Ausrufezeichen! Wir brüllen wie ein Löwe, aber wir sind bunt und freundlich. Wir fangen an und schlagen einen Pflock nach dem anderen ein. Der Einblick nimmt uns unter seine Fittiche, bis wir selber fliegen können. Danke, liebes Gründungsteam – es war ein sehr lehrreiches Projekt für mich!

Timo Meisel

Timo Meisel
22.04.2025
In eigener Sache