Haie schwimmen seit über 400 Millionen Jahren in unseren Meeren – und das soll auch so bleiben! Um die Vorurteile gegenüber diesen eigentlich faszinierenden Tieren abzubauen, möchte ich über die größte Mythen aufklären. In Filmen werden Haie oft als blutrünstige Tiere dargestellt, die grundlos Menschen angreifen. Doch das stimmt so nicht. Wir Menschen stehen weder auf dem Speiseplan von Haien, noch sind wir ihre bevorzugte Beute. Im letzten Jahr gab es weltweit nur 10 tödliche Haiangriffe – bei Hunden waren es etwa 10.000. Natürlich ist es unwahrscheinlicher, einem Hai zu begegnen, trotzdem gibt es über 15 Tierarten, die jährlich mehr Menschen tödlich verletzen als Haie.
In den letzten Jahren wurden nur wenige „unprovozierte“ Haiangriffe registriert. Die meisten Angriffe entstehen nämlich als Folge davon, dass Menschen den Tieren zu nahe kommen. Besonders berüchtigt sind die Vorfälle, bei denen Surfer die Zähne der Haie zu spüren bekommen. Doch auch hier ist das oft eine Folge unseres eigenen Verhaltens: Surfer dringen in den natürlichen Lebensraum der Haie ein und erzeugen aus Sicht der Haie die Silhouette einer Robbe. Somit sind nicht die Haie schuld – sondern mal wieder wir Menschen.
Tatsächlich sind viele Haiarten völlig friedlich – wie zum Beispiel einer meiner Favoriten, der Walhai. Diese Spezies ernährt sich ausschließlich von Plankton und winzigen Meerestieren im Wasser. Im Endeffekt sind wir diejenigen, die Haie jagen. Viele Haiarten sind vom Aussterben bedroht, obwohl sie lange vor uns existiert haben. Sie werden für Suppen verkauft oder als „Trophäen“ einer erfolgreichen Jagd gefeiert. Haie gehören in die Meere – und sie verdienen es, dort zu bleiben und nicht auszusterben.